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Forschungsgruppe Allgemeine Literaturwissenschaft Budapest
1992 wurde am Lehrstuhl für Komparatistik der Eötvös-Loránd-Universität Budapest (ELTE) eine Forschungsgruppe gebildet, die seither nicht nur zu einer der wichtigsten Werkstätten der ungarischen Literaturwissenschaft geworden ist, sondern Forschungsergebnisse präsentieren konnte, die auch internationale Anerkennung finden. 1992-2001 leiteten Prof. Dr. Kulcsár Szabó und Prof. Dr. Szegedy-Maszák die Gruppe unter dem Namen „Forschungsgruppe Allgemeine Literaturwissenschaft“.
Seit der Initiierung des „Nationalprogramms für Forschung und Entwicklung“ der Ungarischen Regierung konnte die Forschergruppe kontinuierlich für wechselnde Projekte erfolgreich Drittmittel einwerben. Von 2001 bis 2004 arbeitete sie am Projekt Perspektiven der Literatur- und Kulturwissenschaft an der Jahrtausendwende, zwischen 2003 und 2006 am Projekt Die Aufwertung der Medialität der Literatursprache in der ungarischen Literatur und Kunsttheorie der ersten Hälfte des 20. Jhs., seit 2005 bearbeitet sie das neue Projekt Medium – Kultur – Literatur. Diskursgeschichtliche Perspektiven der Literatur- und Kulturwissenschaft im 20. Jahrhundert. Die Projektleitung liegt seither bei Prof. Kulcsár Szabó, der die Herder-Stiftung Ungarn und die Universität Debrecen als Partner einbeziehen konnte. Die Weiterführung dieser Forschungsrichtung sichert seit 2007 das von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften geförderte Projekt Philologie als Kulturtechnik mit einer Laufzeit von fünf Jahren.
Seit den frühen 90er Jahren verfolgt die Forschergruppe ein doppeltes Ziel: Zum einen ging und geht es um eine Erneuerung der ungarischen Literaturwissenschaft. In Auseinandersetzung mit der neuesten ungarischen und internationalen Forschung sollen neue Wege der Beschäftigung mit dem ungarischen literarischen Erbe beschritten werden. Diese Veränderungen sollen auch in die universitäre Lehre Eingang finden, gleichzeitig werden Möglichkeiten einer nachhaltigen Nachwuchsförderung über die Abschlussphase hinaus geschaffen. Andererseits ist die Forschungsgruppe bestrebt, die Präsenz der ungarischen Literaturwissenschaft in der Internationalen Literaturwissenschaft durch regelmäßige Konferenzteilnahmen, Kooperation in internationalen Forschungsprojekten und Veröffentlichung in anerkannten Wissenschaftssprachen zu erhöhen.
Mittlerweile werden die talentiertesten Studenten über Stipendien in die Projektarbeit einbezogen, eine junge Forscher- und Ph.D.-Generation ist an der universitären Lehre beteiligt.
Weitere Informationen über die Forschung und Projekte der Forschungsgruppe können Sie
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